Acryl und Leinen
Acryl auf Lein 153cm /110cm.Dreiklang im Widerhall der Erinnerung In drei horizontalen Feldern entfaltet sich eine visuelle Partitur aus Linie, Farbe und Struktur. Oben: schwarze Spuren wie Fingerabdrücke oder topografische Karten – Zeichen von Identität und Verortung. In der Mitte: ein rotes Fragment, roh und ungeschützt, eingebettet in eine Textur aus Weiß und Grün – ein Herzstück, ein Bruch, ein Aufbruch. Unten: wellenförmige Linien, fließender, fast musikalisch – Bewegung, Wiederholung, Wandel. Die Farbgrenzen – Rot, Blau, Gelb – markieren nicht nur formale Übergänge, sondern emotionale Schwellen. Der Rahmen aus gemischten Tönen hält das Ganze zusammen wie eine Erinnerung, die sich nicht eindeutig fassen lässt, aber dennoch trägt.
Berlin, Zingster 25. Die Farbe war laut, die Tage lang. Ich malte, um zu atmen — Acryl auf Leinwand, Schicht über Schicht, wie Haut, die sich erneuern will. Das Bild trägt Spuren von Lärm, von Aufbruch, von Überleben. Es entstand in einer Wohnung, die zu eng war für Stille, aber weit genug für Sehnsucht. Nach Bamberg wurde es ruhiger. Gesünder. Doch dieses Werk bleibt: als Abdruck eines Zustands, als Zeugnis einer Zeit, in der Kunst mein Körper war.
Acryl auf Lein 152cm/110cm. „Dossypossy“ – Acryl auf Leinwand, Ein Bildraum von – weit genug für Erinnerung, Klang und Fragment. „Dossypossy“ bewegt sich zwischen den Linien, sammelt Zeichen, flüstert Geschichten. Ein visuelles Alphabet aus Farbe, Struktur und sozialer Resonanz.
Wald aus Farbe Grün als Grund, als Gedächtnis, als Gewebe. Ein Bild, das atmet wie Moos, wie Schatten, wie Hoffnung. Zwischen den Schichten: Gelb, Rot, Blau — wie Stimmen, die sich zeigen und wieder verschwinden. Die Oberfläche ist dicht, verletzlich, lebendig. Ein Raum, der nicht abbildet, sondern erinnert. Nicht an einen Ort, sondern an ein Gefühl: Verloren und gefunden zugleich.
Acryl auf Lein 33cm-41cm 2cm. Durchkreuzt – Bewegung als Widerstand Dieses Bild lebt von Spannung. Diagonale Linien schneiden durch die Fläche wie Erinnerungen, die sich nicht fügen. Gelb und Grün leuchten, als wollten sie sich behaupten gegen das Schwarz, das sich wie Narben über die Farben legt. Rot blitzt auf – ein Impuls, ein Aufschrei. Die Textur ist dicht, fast eruptiv. Jeder Pinselstrich scheint ein Reflex, ein Widerstand gegen das Vergessen. Es gibt keine Figur, kein Zentrum – und doch pulsiert das Bild wie ein Körper, der sich bewegt, der sich wehrt. „Durchkreuzt“ ist kein Titel, sondern ein Zustand. Ein Zustand zwischen Aufbruch und Bruch. Die Farbe wird zur Sprache, die keine Worte braucht. Zur Spur eines Lebens, das sich nicht glätten lässt.

